
QLab bereits für Übertitel im Einsatz? Dieselben Cues auch auf die Smartphones des Publikums senden
Möglicherweise steuert Ihr QLab-Arbeitsbereich bereits die gesamte Vorstellung.
Eine einzige Person drückt GO für Ton, Licht, Video, Szenenwechsel und projizierte Übertitel. Oft gibt es weder eine eigene Übertitel-Bedienperson noch einen freien Regieplatz – und während der Vorstellung erst recht keine praktikable Möglichkeit, zusätzlich eine zweite Untertiteloberfläche zu bedienen.
Doch eine einzige Projektionsfläche ist nicht für alle Zuschauerinnen und Zuschauer gleich gut geeignet.
Manche Plätze haben eine ungünstige Sichtlinie. Einige Menschen benötigen eine andere Sprache. Andere lesen den Text lieber auf dem eigenen Smartphone.
Mit SurtitleLive kann eine QLab-Produktion diese Möglichkeit ergänzen, ohne QLab zu ersetzen und ohne eine zweite Live-Cuefolge aufzubauen.
Der vorbereitete Übertitel-Cue bleibt in der QLab-Showdatei. Wenn die Bedienperson GO drückt, spielt QLab den lokalen Projektions-Cue ab; gleichzeitig kann SurtitleLive denselben Übertitelmoment an verbundene Smartphones im Publikum senden.
Eine Bedienperson. Ein eingeübter GO-Ablauf. Zwei Möglichkeiten, die Vorstellung mitzulesen.
Die gesamte Show bleibt in QLab
Für viele kleine Theater, Tourneeensembles und Festivalproduktionen ist QLab nicht nur ein Werkzeug für Übertitel. Es ist die Schaltzentrale der technischen Vorstellung.
Im selben Arbeitsbereich können sich befinden:
- Ton-Cues
- Lichtauslöser
- Videowiedergabe
- Wartezeiten für Szenenwechsel
- Sicherheitshalte
- Projizierte Übertitel
- Notizen und Erinnerungen für die Bedienperson
Wer diesen Arbeitsbereich bedient, beobachtet möglicherweise gleichzeitig die Bühne, reagiert auf Tempoänderungen und betreut mehrere technische Gewerke.
Diese Person zusätzlich eine weitere Übertitelsteuerung öffnen und eine zweite Cue-Liste von Hand abgleichen zu lassen, ist selten eine gute Lösung.
SurtitleLive erweitert den QLab-Ablauf, den das Team bereits kennt.
Ton, Licht, Video und projizierte Übertitel bleiben in QLab. Die Bedienperson arbeitet weiter mit derselben Cue-Liste und derselben GO-Taste. SurtitleLive ergänzt hinter dem vorbereiteten Übertitel-Cue einen eigenen Ausgabekanal für das Publikum.
Die Produktion muss ihre Show nicht um ein neues Steuerungssystem herum neu aufbauen.
Ein Übertitel-Cue, zwei Publikumserlebnisse
Projizierte Übertitel werden von allen im Raum gemeinsam gelesen. Wenn Bildschirmposition und Sichtlinien stimmen, sind sie klar, hell und leicht zu verfolgen.
Übertitel auf dem eigenen Smartphone bieten etwas anderes.
Einzelne Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten damit:
- Eine persönliche Lesefläche
- Eine Auswahl vorbereiteter Sprachen
- Eine Alternative bei schlechter Sicht auf die Hauptprojektion
- Zugang über den vertrauten mobilen Browser
- Anpassbare Anzeigeoptionen, soweit unterstützt
- Eine Möglichkeit, Tournee- oder mehrsprachigen Vorstellungen ohne App-Installation zu folgen
Beide Varianten können sich ergänzen.
Eine Produktion kann weiterhin englische Übertitel über der Bühne projizieren und zugleich Französisch, Deutsch oder traditionelles Chinesisch auf den Smartphones anbieten. Eine andere Produktion kann denselben englischen Text auf Smartphones bereitstellen, wenn einzelne Plätze keine gute Sicht auf die Projektion haben.
Entscheidend ist: Die Bedienperson sollte nicht jede Sprache und jeden Ausgabekanal separat auslösen müssen.
Ein Übertitelmoment bleibt ein einziger Show-Cue.
Wie derselbe QLab-GO Projektor und Publikumssmartphones bedient
Aus Sicht von Publikum und Bedienperson ist das Prinzip einfach:
QLab GO
├── Projizierte Übertitel
└── Verbundene PublikumssmartphonesDie Bedienperson drückt dieselbe GO-Taste wie in der Probe.
QLab zeigt den vorbereiteten lokalen Übertitel auf dem Projektor. Gleichzeitig erhält SurtitleLive die Kennung dieses Übertitelmoments und sendet den passenden vorbereiteten Text an verbundene Smartphones.
Das Publikum öffnet die Übertitel normalerweise über einen QR-Code im mobilen Browser. Eine eigene Zuschauer-App ist nicht erforderlich.
Die Bedienperson muss keine separate mobile Übertitelfolge weiterklicken.
Ein Praxisbeispiel mit nur einer Bedienperson
Stellen Sie sich eine Tourneekompagnie vor, die an einem Festivalort eintrifft mit:
- Einem Mac
- Einem QLab-Arbeitsbereich
- Einem Projektor
- Einer technischen Bedienperson
- Einem mehrsprachigen Publikum
Die Bedienperson nutzt QLab bereits für Ton, Video, Übergänge und englische Übertitel.
Mehrere internationale Kuratorinnen und Kuratoren würden lieber Französisch lesen. Einige Zuschauerinnen und Zuschauer möchten den englischen Text auf dem Smartphone sehen, weil die Projektionsfläche außerhalb ihrer angenehmen Sichtlinie liegt.
Ohne integrierten Ablauf bräuchte die Kompagnie möglicherweise:
- Eine zweite Bedienperson
- Einen separaten Übertitel-Laptop
- Eine weitere Cue-Liste
- Zusätzliche Probenzeit
- Ständige Abstimmung zwischen zwei Personen
Mit einem vorbereiteten QLab- und SurtitleLive-Ablauf kann die Bedienperson in QLab bleiben.
Beim nächsten Übertitel-Cue:
- Erscheint Englisch auf der Projektionsfläche des Spielorts.
- Können Französisch und Englisch auf verbundenen Smartphones verfügbar sein.
- Bleiben Ton, Video und andere QLab-Cues in derselben Showdatei.
- Folgt die Bedienperson weiterhin nur einer eingeübten Reihenfolge.
Die Vorbereitung entfällt dadurch nicht. Vermeidbare Doppelarbeit während der Vorstellung dagegen schon.
Für kleine Teams und Tourneeproduktionen entwickelt
Dieser Ablauf ist besonders sinnvoll, wenn:
- QLab bereits die einzig praktikable Showsteuerung ist.
- Eine Person mehrere technische Gewerke bedient.
- Keine eigene Übertitel-Bedienperson eingesetzt werden kann.
- Das Stück ein vorbereitetes oder weitgehend vorbereitetes Skript hat.
- Projizierte Übertitel bereits Teil der Produktion sind.
- Zusätzliche Sprachen auf Publikumssmartphones angeboten werden sollen.
- Die Produktion zwischen Spielorten mit unterschiedlichen Bildschirmen und Sichtlinien wechselt.
- Das Team eine vertraute manuelle Rückfallebene behalten möchte.
Der Ansatz eignet sich für freie Theater, Opern, mehrsprachige Festivals, internationale Gastspiele, Schulproduktionen und Tourneeensembles.
Er ist nicht auf große Häuser oder fest installierte Übertitelanlagen beschränkt.
Was die Produktion vorbereiten muss
Die Live-Bedienung kann einfach bleiben, weil der größte Teil der Arbeit vor dem Einlass erledigt wird.
1. Text vorbereiten und prüfen
Laden Sie das Skript hoch, teilen Sie es in gut lesbare Übertitel-Cues und prüfen Sie jede Sprache.
KI-gestützte Vorbereitung kann einen ersten Entwurf beschleunigen. Das Produktionsteam sollte dennoch kontrollieren:
- Übersetzungsgenauigkeit
- Rollennamen
- Zeilenumbrüche
- Lesedauer
- Relevante Geräuschinformationen
- Die Position jedes Cues in der Vorstellung
2. Die QLab-Showdatei vorbereiten
Fügen Sie die geprüfte Übertitelfolge in den QLab-Arbeitsbereich ein und prüfen Sie, ob die lokalen Text-Cues auf dem richtigen Projektor oder Display erscheinen.
Die Cue-Namen für die Bedienperson sollten auch während Probe und Vorstellung schnell erkennbar bleiben.
3. Die mobile Publikumsansicht vorbereiten
Erstellen Sie den Publikumslink und den QR-Code. Legen Sie fest, welche Sprachen verfügbar sind und wo der QR-Code gezeigt wird.
Mögliche Orte sind:
- Abendkasse
- Eingang des Spielorts
- Karten mit Informationen zur Barrierefreiheit
- Digitales Programmheft
- E-Mails vor der Vorstellung
- Informationen zu reservierten Plätzen
4. Den vollständigen Ablauf proben
Testen Sie den tatsächlichen Mac, die QLab-Showdatei, den Projektor, den Browser, das Netzwerk des Spielorts und mehrere Smartphones.
Prüfen Sie mit einem repräsentativen GO beide erwarteten Ergebnisse:
- Der richtige Text erscheint auf dem Projektor.
- Der passende Übertitel erscheint auf den verbundenen Smartphones.
5. Eine manuelle Rückfallebene behalten
Technik soll Druck verringern, nicht die Verantwortung der Produktion ersetzen.
Halten Sie die manuelle SurtitleLive-Steuerung bereit, falls die Smartphone-Synchronisierung getrennt werden muss. Die lokale QLab-Projektion sollte auch eigenständig verständlich und bedienbar bleiben.
Was geschieht bei einem Internetausfall am Spielort?
Die QLab-Projektion und die Übertitel auf Publikumssmartphones nutzen getrennte Ausgabepfade.
Wenn die vorbereitete QLab-Showdatei und die lokale Projektionstechnik weiter funktionieren, können die projizierten Übertitel lokal fortgesetzt werden.
Die Ausgabe auf Smartphones benötigt weiterhin eine Verbindung. Sie darf nicht als vollständig offlinefähiger mobiler Dienst beworben werden.
Diese Trennung schützt die wichtigste lokale Ausgabe. Ein Problem mit der mobilen Übertragung sollte nicht automatisch die QLab-Projektion stoppen.
Die Produktion sollte diesen Fall proben und festlegen, wie das Vorderhaus Änderungen gegenüber dem Publikum kommuniziert.
Wann ein anderer Ablauf besser geeignet sein kann
Dieser Ansatz ist für vorbereitete Texte gedacht, die von einer Bedienperson ausgelöst werden.
Ein anderer Dienst kann geeigneter sein, wenn die Vorstellung:
- Zu großen Teilen improvisiert ist
- Längere ungeskriptete Publikumsinteraktionen enthält
- Wortgetreue Live-Transkription benötigt
- Ohne Bedienperson stattfindet
- Vollständig offlinefähige mobile Untertitel erfordert
- Professionelle Live-Schriftdolmetschung oder CART benötigt
- Vor der Premiere technisch nicht geprobt werden kann
Geschriebene Untertitel sind außerdem nur ein Teil der Barrierefreiheitsplanung. Audiodeskription, Höranlagen, Gebärdensprachdolmetschen, Relaxed Performances und bauliche Zugänglichkeit müssen gesondert betrachtet werden.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen wir eine zweite Bedienperson für Übertitel auf Smartphones?
Nicht unbedingt. Der Ablauf ist für Produktionen gedacht, in denen die vorhandene QLab-Bedienperson zugleich Ton, Licht, Video und projizierte Übertitel steuert. Nach Vorbereitung und Probe kann derselbe QLab-Übertitel-Cue auch den passenden mobilen Übertitel anfordern.
Eine manuelle SurtitleLive-Steuerung sollte als Rückfallebene verfügbar bleiben.
Muss das Publikum eine App installieren?
Nein. Eine eigene Zuschauer-App ist nicht erforderlich. Das Publikum scannt normalerweise einen QR-Code und öffnet die Übertitel im mobilen Browser.
Die Produktion sollte trotzdem klare Hinweise geben und die Darstellung auf verschiedenen Smartphones testen.
Kann ein Cue mehrere Sprachen bereitstellen?
Ja. Ein Übertitelmoment kann mit mehreren vorbereiteten Publikumssprachen verbunden sein.
Die Bedienperson löst weiterhin nur einen Show-Cue aus. Das Publikum wählt aus den Sprachen, die für diese Vorstellung angeboten werden.
Ersetzt SurtitleLive QLab?
Nein. QLab bleibt die lokale Showsteuerungs- und Projektionsumgebung.
SurtitleLive ergänzt den vorhandenen QLab-Ablauf um Skriptvorbereitung, mehrsprachige Publikumsübertragung und browserbasiertes Lesen auf Smartphones.
Können die projizierten Übertitel ohne Internet weiterlaufen?
Die vorbereitete lokale QLab-Projektion kann weiterlaufen, solange Showdatei, Mac und Projektionstechnik betriebsbereit bleiben.
Die Ausgabe auf Publikumssmartphones benötigt weiterhin eine Verbindung.
Eignet sich der Ablauf für improvisierte Vorstellungen?
Am besten eignet er sich für geskriptete oder überwiegend geskriptete Vorstellungen mit vorbereitetem Text. Für stark improvisierte Arbeiten können Spracherkennung oder professionelle Live-Untertitelung geeigneter sein.
QLab behalten. Mehr Publikum erreichen.
Für ein kleines Team ist der größte Vorteil nicht ein weiterer Kontrollbildschirm.
Sondern die Möglichkeit, die Show weiterhin aus QLab zu fahren.
Ton, Licht, Video, Wartezeiten und projizierte Übertitel können in der Showdatei bleiben, die die Bedienperson bereits geprobt hat. SurtitleLive ergänzt denselben vorbereiteten Übertitelmoment um einen kontrollierten Weg zu verbundenen Publikumssmartphones.
Keine zweite Live-Cue-Liste.
Keine eigene Publikums-App.
Kein Grund, den Rest der Produktion aus QLab herauszulösen.
Eine Bedienperson. Ein GO-Ablauf. Projektion und Publikumssmartphones arbeiten mit derselben vorbereiteten Übertitelfolge.
Testen Sie den SurtitleLive-QLab-Ablauf zunächst in einem kostenlosen Probeprojekt und proben Sie ihn mit Ihrer tatsächlichen Produktionstechnik, bevor er vor Publikum eingesetzt wird.
Die QLab-Steuerung für die Synchronisierung mit Publikumssmartphones ist derzeit eine Beta-Funktion. Produktionen sollten den vollständigen Aufbau vor der Premiere testen und eine manuelle Bedienung als Rückfallebene behalten.